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just one of these days to say

THAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAAANK YOU!

Vor 5 Tagen gepostet

Leben in Fülle - Predigt im Konventamt am Pfingstmontag 2013

Gelobt sei Jesus Christus! – (In Ewigkeit. Amen.)

 

Venerabilis Pater Prior,

Venerabilis Pater Subprior,

hochwürdige und ehrwürdige, liebe Mitbrüder,

liebe Schwestern und Brüder im Herrn!

 

Am Tag nach Pfingsten hallt in unserer Stiftskirche und im ganzen Erdkreis noch jener Flehruf der Kirche wider, die den Geist des Herrn, den Beistand, den Tröster, der uns neues Leben gibt, am Pfingstfest herabgerufen hat.

Wo Gottes Geist einkehrt, da ist wahrlich das Leben in Fülle. Dort ist dieser Friede, der alles Verstehen übersteigt (Phil 4,7).  

Er stellt sich ein, wenn sich die Sehnsucht nach diesem Frieden von Gott her erfüllt, wenn diese Sehnsucht im besten Sinne befriedet, und ich will auch sagen: befriedigt wird.

Liebe Schwestern und Brüder, wie sehr sehnen wir uns nach diesem Frieden, nach dem Ruhen an der Brust des Herrn, in seinem Herzen. Aber wir müssen diesen Frieden suchen, ihm nachjagen (Ps 34,15).

Auf dieser Jagd gibt es oft so erschreckend naheliegende Maßnahmen, die uns diesen Frieden versprechen.

Doch es sind meistens hinterhältige Fallen! Sie locken uns an und spielen gekonnt auf der Klaviatur unserer Sinnlichkeit, unserer Bedürfnisse – unserer Sehnsüchte.

Aber diese Maßnahmen geben keinen Frieden, sie gaukeln uns allzu oft vor: nur und genau das ist es, was dir zur Zufriedenheit, zu deinem Frieden noch fehlt.

Viele dieser verlockenden Maßnahmen kommen vom Vater der Lüge, der ein Mörder von Anfang an ist (Joh 8,44), und er spielt sich dann auch noch als Ankläger unserer Brüder (Offb 12,10) auf. Er klagt uns Tag und Nacht an, und am Ende klagen wir uns selber an.

Aber, liebe Mitbrüder, liebe Schwestern und Brüder, wenn das Herz uns auch verurteilt - Gott ist größer als unser Herz (1 Joh 3,20).

Und der eigentliche Ankläger ist gestürzt!

Das ist unser Halt, unser Trost!

„Denn“, so haben wir heute im Evangelium gehört, „Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird“ (Joh 3,17).

Der Ankläger, er hat am Ende keinen Platz im kommenden Gericht. Er ist gestürzt! Es wird schlicht und einfach die Wahrheit unseres Lebens sein, die uns in dieser Begegnung mit dem Herrn so vor Augen steht, dass ein Ankläger gar nichts zur Sache tut.

Es wird nicht um ein Schachern und Verhandeln gehen, nicht um kluge Argumentationen und raffinierte Beweisführungen, nicht darum, das Beste rauszuholen. Nein, es geht um die Wahrheit, die siegen wird, weil sie in der barmherzigen Liebe unseres Gottes (vgl. Lk 1,78) geborgen ist.

Wie Petrus stehen wir dann vielleicht ein bisschen beschämt und unbeholfen da und sagen: „Ja Herr, du weißt alles von mir.“ (Joh 21,15)

Du kennst mein Leben, meine Sehnsucht.

Du kennst mein Verlangen, und du weißt um mein armseliges Versagen an so vielen Stationen meines Lebensweges, manchmal an den Stationen eines einzigen Tages.

Wenn wir also das Licht mehr lieben als die Finsternis, können und dürfen wir uns nicht verstecken. Und wir brauchen es ja auch gar nicht!

Liebe Schwestern und Brüder, wir sind im Licht zuhause, ja: wir sind Kinder des Lichts (Eph 5,8)! Hören wir nicht auf, und vergessen wir nie, dafür zu danken!

Von hier aus, von diesem Dienstposten der Verkündigung, der mir seit kurzer Zeit erst anvertraut ist, will ich, erfasst vom pfingstlichen Feuer, nicht nur dem Herrn, sondern auch euch danken, liebe Mitbrüder, liebe Obere!

Dafür, dass ihr euch in allen Widrigkeiten, mit denen ja täglich jeder einzelne von uns zu kämpfen hat, aufbauen lasst, zu dieser, zu solch einer Gemeinschaft!

Es ist wahrlich ein Haus aus lebendigen Steinen!

In allem Ringen des klösterlichen Lebens ist dies ein Haus, in dem ich selbst und viele andere Heilung und Trost, Beistand und das Leben in Fülle gefunden haben und finden – oder wenigstens einen Vorgeschmack, eine Ahnung davon bekommen, was das bedeutet: Leben in Fülle.

Es ist der Herr selber, der dieses Haus baut. Und dazu gehören auch Sie alle, Freunde, Gäste und Besucher des Klosters! Die Treuen und Altbekannten, und auch die, die das erste Mal hier sind.

Die Frommen, die Zweifelnden, die Suchenden: Ja, auch Sie haben einen Platz in diesem Haus: Patent portae – magis cor! Unsere Türen stehen offen, aber mehr noch unser Herz!

Es ist kein anderer als der Heilige Geist, die Liebe Gottes, die uns in diesem Haus zusammen geführt hat und zusammen hält, die das Haus wachsen lässt. Eine Liebe, die sich verschenken und ausbreiten will. Sie will unsere Herzen erobern. Die Liebe Gottes will bei uns, in uns, in dir und in mir wohnen – Gott sehnt sich nach der Einheit.

Vergangene Woche war ich zu einer Familienfeier in meiner alten Heimat in Hessen. Wenn ich dort, in der Familie oder dann auch im Freundeskreis lang verheiratete Ehepaare erlebe – und Gott sei Dank: ich kann sie dort erleben! – dann kann ich oft nur staunen:

Über dieses Geheimnis der Liebe und der großen Nähe, die über Jahrzehnte, über ein ganzes Leben hinweg zwischen zwei Menschen gewachsen ist.

Aber gerade weil sich dort zwei Herzen so gut kennen, sich so nahe sind, dass sie wirklich „ein Fleisch“, eine Einheit werden, sich gegenseitig in Liebe tragen und ertragen – gerade wegen dieser engen Verbindung fügen sie sich gegenseitig oft auch so tiefe Verletzungen zu.

„Ein tiefes Geheimnis“ (Eph 5,32)!

Und so stehen auch wir in der Gefahr, liebe Mitbrüder, in dieser Nähe und Verbundenheit die Einheit des mystischen Leibes der Kirche und auch des Klosters als ecclesiola, als Kirche im Kleinen, durch die gegenseitigen Verletzungen zu gefährden!

Es sind die messerscharfen Kanten unserer eigenen inneren Gebrochenheit, an denen wir uns gegenseitig verletzen, wenn die Herzen näher aneinander rücken, wenn das Zerbrochene wieder zu jener Einheit strebt, in die Gott selbst uns führen will. Wenn lebendige Steine dicht gebaut und fest gefügt werden zum himmlischen Jerusalem. (Ps 122,3)

Gerade auf dem Weg des klösterlichen Lebens lernen wir uns selbst und den Bruder im Lauf der Jahre immer besser kennen. Wir lernen sozusagen die Stellen auszumachen, auf die das Lindenblatt gefallen ist; dort wo der Bruder verletzbar ist, wo er verwundbar ist.

Wir alle, liebe Schwestern und Brüder, liebe Mitbrüder, sind mit unserem ganzen Dasein, mit Leib und Seele, Teil dieser Einheit – jener, die uns schon jetzt gegeben ist; und jener, die noch aussteht, wenn alles vollendet wird.

Wir sind alle verletzt: Zeigen wir dem Herrn unsere Wunden, damit sie heilen können.

Sprechen wir an geeignetem Ort aus – im Gebet, in der Anbetung, in der Beichte, im Gespräch mit einem guten Freund – wie und durch was oder wen diese Wunden zustande gekommen sind. Und haben wir keine Angst vor den Tränen! Weder vor den eigenen, noch vor denen des anderen! Wem sie geschenkt sind – besonders wem sie wieder geschenkt sind, der weiß wahrlich um die reinigende Gnade der Tränen. – Experto credite!

Segnen und beten wir für die, die uns mit ihren Worten, Taten und Werken verletzt haben. Bitten wir den Herrn um die Kraft, auch noch das Unverzeihliche verzeihen zu können.

Zum Beispiel die Laster des anderen. Seine Unachtsamkeit, seine Härte, die Strenge, und all das, was ein verzerrter Ausdruck der tief greifenden Sehnsucht in jedem von uns ist. Aber erforschen wir auch unser Gewissen, denn „Tod und Leben“, so heißt es im Buch der Sprichwörter, „stehen in der Macht der Zunge“ (Spr 18,21).

Was kann man da anderes tun, als mit dem Psalm zu bitten: „Herr, stell eine Wache vor meinen Mund!“ (Ps 141,3). Ja, Herr, sei du derjenige, der all mein Denken, mein Tun und Reden leitet. Lege mir dein Wort des Lebens ins Herz und auf die Zunge, damit ich meine von dir geschenkte Vollmacht nutze zum Aufbauen, und nicht zum Niederreißen.

Liebe Mitbrüder, liebe Schwestern und Brüder! Gehen wir gemeinsam auf dieses Licht zu, denn so werden wir die Wahrheit – auch die Wahrheit über uns selbst – erkennen.

Sie ist es, die uns immer aufs Neue befreit (vgl. Joh 8,32), wenn wir sie bekennen; Wenn wir mit demütigem, zerknirschtem und zerschlagenem Herzen aussprechen können: So ist es, Herr! So steht es um mich!

Und: „Herr, du weißt alles ; du weißt dass ich dich lieb habe“ (Joh 21,17).

Dann wird Christus selbst immer wieder in unsere Traurigkeit hinein sprechen: „Weide meine Schafe“ (ebd.), das bedeutet:

„Übernimm mit Mut und im Glauben die Aufgabe, die ich für dich habe! Schau von dir selbst weg, und lerne von mir, was liebevolle Hingabe bedeutet.

Da zu sein für Gott, für sein Reich, und für den anderen. Verschenke dich, lass dich los, und du wirst dich selbst gewinnen!

Du wirst den Frieden gewinnen, den du dir selbst nicht geben kannst, den dir keine Sache dieser Welt geben kann – der Friede, der alles Verstehen übersteigt“ (Phil 4,7).

Dieser Friede ist allein in Christus, dem Auferstandenen, in seinem Herz zu finden. Vom Kreuz her sucht er geduldig und voller Sehnsucht mit seinen offenen Augen Blickkontakt mit deinem, mit meinem Herzen.

Bitten wir im Marienmonat Mai die Muttergottes, dass sie uns hilft, diesen Blick des Herrn zu erwidern, uns von ihm treffen zu lassen.

Denn in seinem Blick schenkt er uns Erkenntnis, spendet Trost und Leben in Fülle, und er spricht uns in Herz: Der Friede sei mit Euch!

Amen.

Vor 1 Woche gepostet

Maria mit dem Kinde lieb…

uns allen deinen Segen gib!

Mit der Diakonenweihe kommen natürlich auch neue Dienste auf mich zu. So durfte ich in unserer Pfarre Alland die Maiandacht am Föhrenwald halten. Wir waren fast 50 Personen, die sich bei ziemlichem Wind, aber ansonsten trockenem und warmem Wetter am Abend unter dem Schutzmantel der Muttergottes versammelt hatten, gesungen und gebetet haben.

(Foto: G. Köpf)

Und auch das ist ganz katholisch: Nach der Andacht wird zusammen gefeiert - alles im richtigen Maß! Mit Essen und Trinken, deftig und süß - mit Limonade, Wein, Bier, und mit hausgemachtem Nußlikör. Danke an all die lieben Leute aus der Pfarre, die das so wunderbar organisiert und mitgestaltet haben, Dank an alle die da waren!

Danket dem Herrn, er ist gütig. Halleluja!

Vor 1 Woche gepostet

familienbesuche

eigentlich ist es ja im kloster am schönsten. es ist ja das “himmlische jerusalem”, der himmel auf erden…  (aber es gibt genügend gelegenheiten, bei denen man merkt, dass man noch nicht im himmel ist).

trotzdem ist es immer auch schön, wenn man z.b. die familie besucht. so kürzlich wieder. und dann gibt es ein frohes wiedersehen mit vielen, manchmal fließen dabei auch ein paar freudentränchen, aber immer ist es schön zu merken: man ist willkommen.

foto: besuch bei meinem onkel und meiner tante in berstadt, die beide leidenschaftliche gärtner sind…

Vor 1 Monat gepostet

Gloria in excelsis Deo!

Die Enthüllung des Auferstehungskreuzes in der Stiftskirche während der Osternacht ist einer der tollsten Gänsehautmomente im ganzen Jahr. Seit Aschermittwoch war es mit einem roten Tuch verhüllt.

Doch nun schaut Er uns wieder an.

“Ich war tot, doch nun lebe ich in alle Ewigkeit!”, spricht der Herr.

Vor 1 Monat gepostet

GAUDIUM MAGNUM: ALLELUIA!

DOMINUS SURREXIT!

SURREXIT DOMINUS VERE, ALLELUIA!

DER HERR IST AUFERSTANDEN!

ER IST WAHRHAFT AUFERSTANDEN! HALLELUJA!

Vor 1 Monat gepostet

INCIPIT SACRUM TRIDUUM

Am Gründonnerstag hat mit der Messe vom Letzen Abendmahl das Heilige Triduum begonnen, die höchsten Feiertage der Christenheit.

Nach der Heiligen Messe am Gründonnerstag werden die Altare und alle Kerzen und Blumen abgeräumt. Dazu stehen immer zwei Mitbrüder im Altarraum und singen im Klageton den Psalm 21(22), den Christus sterbend am Kreuz gebetet hat.

Vor 2 Monaten gepostet

GAUDIUM MAGNUM: HABEMUS PAPAM!

QUI NOMEN SIBI IMPOSUIT: FRANCISCUM.

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Foto (c) www.kath.net / romereports.com

Hurra! In großer Freude - eine gute erste Nacht als Papst der Heiligen katholischen und apostolischen Kirche! Wir beten für Sie!

Vor 2 Monaten gepostet

An Tagen wie diesen…

bin ich heilfroh und dankbar, katholisch zu sein. Das ganze Jahr über motzt, schimpft, krittelt alles, was in der Welt krakeelen kann, an der Kirche herum. Aber wenn ein neuer Papst gewählt wird, schaut die Welt gebannt auf ein Ofenrohr im Vatikan.

Beten wir für die Kirche, die Kardinäle und den kommenden Papst!

Veni, Sancte Spiritus!

Vor 2 Monaten gepostet

Nachdem ich heute vormittag meine Diplomarbeit im Rektorat losgeworden bin, kommt hier nun wieder Nachschub vom Monastic Channel. Einfach auf “Vollbild” schalten, hingucken und zuhören!